Früher trugen die Bauern im Schwarzwald Holzschuhe und Strohschuhe. Da Schuhe kostbar waren, ging man natürlich im Sommerhalbjahr auch barfuß.

2014 demonstrierte Strohschuhmacher Andreas King zu Gast im Tennenbronner Heimathaus. Er zeigte dem fachkundigen und interessierten Publikum die Herstellung von Strohschuhen. Ausgangsmaterial war früher Roggenstroh. Dieses ist heute jedoch kaum noch zu beziehen, so dass Andreas King die Strohschuhe nun aus dem widerstandsfähigeren Bast fertigt. Ein 8 Meter langer Zopf aus Stroh ist Grundlage für ein Paar Schuhe. Der Zopf wird im Kreis auf das dreilagige Futter verhäht. Andreas King kennt die Fertigkeit, die Nähte verdeckt zu nähen. Durch den verringerten Abrieb bekommen die Schuhe dadurch eine längere Lebensdauer. Er benötigt bis zu 20 Stunden für 1 Paar Schuhe.

Die Herstellung von Strohschuhen geriet lange Zeit in Vergessenheit. Durch die in der Neuzeit vielerorts entstandenen Hexenzünfte werden Strohschuhe nun wieder vermehrt benötigt.

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