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Tennenbronn - Brauchtum und Handwerk im Schwarzwald

In Tennenbronn kann man Schwarzwälder Brauchtum noch hautnah miterleben. Viele Veranstaltungen bieten einen lebendigen Einblick in die Arbeitswelt auf den Schwarzwaldhöfen.

Rundgang durchs Tennenbronner Heimathaus

Bei einem Rundgang erfährt der Besucher viele interessante Detail zur Geschichte, der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Tennenbronns.

Bei einem Rundgang erlebt der Besucher unter anderem:
- Die Tennenbronner Trachten mit dem bekannten großen Tennenbronner Schäppel
- Eine alte Bauernküche mit vielen alten Haushaltsgegenständen und ein historisches Bauernschlafzimmer
- Die Herstellung von Produkten aus Stroh und Flachs und die Verarbeitung von Getreide
- Eine Werkstatteinrichtung der letzten Schuhmacher und Uhrmacher in Tennenbronn
- Ein Aufbau der alten mechanischen Turmuhr der Evangelischen Kirche
- Die historische Entwicklung, welche zu einer politischen und konfessionellen Trennung innerhalb der Gemeinde geführt hat.

Unbedingt sehenswert ist auch der Film, welcher zur Eröffnung des Tennenbronner Heimathauses erstellt wurde und die wechselhafte über 800jährige Geschichte Tennenbronns in unterhaltsamer Weise dokumentiert. Internet: www.heimathaus-tennenbronn.de

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Tennenbronner Trachten

Die Tennenbronner Tracht zählt durch ihren großen Schäppel mit zu den prächtigsten im Schwarzwald. Der Schäppel von den jungen Frauen von der Konfirmation bis zur Hochzeit an Festtagen getragen. Der rote Rosenhut wird von den ledigen, der schwarze von den verheirateten Frauen getragen.

Trachtenbilder 2014 am Seppenhof in Tennenbronn

Das Akkordeonorchester mit Trachtengruppe zeigte bei ihrem Heugausfest alljährlich die Trachten und Tänze (www.akkordeonorchester-tennenbronn.de)
Zu den Bildern des Heugausfest

Korbflechter

Im Winter, wenn die Landwirtschaft weitgehend ruhte, widmete man sich anderen Tätigkeiten. Die Tradition des Korbflechtens erhält Andreas Weisser (www.bauernhof-weisser.de) aufrecht. Andreas Weisser zeigt die Herstellung von Körben alljährlich beim Heugausfest am letzten Juliwochenende.

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Alte Postkarten und Bilder von Tennenbronn

Unbedingt sehenswert ist die Homepage von Klaus Fichter. Dort finden Sie mehrere hundert Postkarten und alte Bilder von Tennenbronn. Wenn man die Ansichten aus der Umgebung noch hinzurechnet kann man in den Internet-Alben von Klaus Fichter mehrere Hundert Postkarten und Fotografien zugreifen.

Die Homepage von Klaus Fichter: www.klaus-fichter.de

Säcklestrecken in Tennenbronn

Das "Säcklestrecken" ist ein alter Brauch in Tennenbronn. Bei der Tradition des "Säcklestreckens" möchten die Säcklestrecker teilhaben an den Festen der Wohlhabenden. Dies waren in der Historie hauptsächlich Taufen und das Schlachten von Schweinen ("Metzge").

Der Brauch des Säcklestreckens war früher ein hartes Geschäft. Die Bestrafung, wenn man erwischt wurde, war streng. Heute handelt es sich viel mehr um eine Art des "Gratulierens" zum Festtag.

Erfahren Sie mehr über diesen urigen Brauch unter www.saecklestrecker.de

Beim Schuhmacher

Ein Themengebiet des Heimathaus Tennenbronn stellt den Beruf des Schuhmachers vor. Über 20 Schuhmacher existierten ehemals in Tennenbronn. Die Schuhmacherwerkstatt im Heimathaus ist entstanden aus der Originalausstattung ehemaliger Tennenbronner Schuhmacher. Sie gibt auch den Eindruck, als sei der Schuhmacher nur mal kurz weggegangen. Anhand von vorgefertigten Werkstücken kann man den Aufbau eines Schuhs, Materialien und Werkzeuge sehen. Die Brandsohle wird auf den Leisten, der Schaft wird auf die Brandsohle geheftet. Und am Schluss wird die Laufsohle auf die Brandsohle genagelt. Arbeitsschuhe erhielten noch Eisennägel (Pins) um besseren Halt auf dem Untergrund zu erhalten. Als durch die maschinelle Schuhfertigung sich das manuelle Herstellen von Schuhen nicht mehr lohnte, verlegten sich die Schuhmacher auf das Reparieren der Schuhe, bis sich auch das nicht mehr lohnte und der Beruf in Tennenbronn ausstarb. Die voll ausgestattete Schuhmacherwerkstatt im Tennenbronner Heimathaus lässt die alten Zeiten und Erinnerungen nochmals aufleben.
Das Heimathaus verfügt auch über einen einführenden Film zum Schuhmacherberuf.

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Küferhandwerk

Bei den Wettbewerben der Bürgervereinigungen an den Tennenbronner Waldfesten werden immer wieder auch alte Bräuche und Handwerkskunst gepflegt. Behälter und Gefäße werden aus Holz gefertigt. Zuerst werden die Holzteile auf Maß gehobelt, dann passend aneinandergefügt und mit einem Eisenring zusammengehalten. Andreas Weisser baut noch original Kübel und lässt diese dann bemalen.

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Spinnen

Die Wolle der einheimischen Schafe wurde früher in den langen Schwarzwälder Wintern mit dem Spinnrad gesponnen. Auch heute wird die Tradition noch gepflegt. Bevor die Wolle jedoch gesponnen werden kann, muss sie noch gewaschen und "gekämmt" werden.

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Leiterwagen / Heuwagen

Der Leiterwagen war früher ein unabdingbares Arbeitsgerät auf allen Höfen zum Transport von größeren Lasten. Inbesondere kam er beim Eintragen der Heuernte zum Einsatz. Der zweiachsige Wagen mit Deichsel hatte Seitenwände aus "Leitern". Diese konnten zum Transport von Mist auch durch Bretter ersetzt werden. Gezogen wurde der Leiterwagen von Ochsen oder Kühen. Er wurde von bis zu 6 Tieren dreispännig gezogen. Nur die wohlhabenderen Bauern konnten Pferde vorspannen Standen keine Tiere zur Verfügung wurde der Heuwagen mit Muskelkraft von allen Familienangehörigen gezogen. Es ist schon faszinierend mit welch einfachen Mitteln ein solch stabiler und funktionaler Wagen aufgebaut werden konnte. Die Räder und Beschläge holte man beim Wanger (Stellmacher), Die Holzteile konnten meist in Eigenregie gefertigt oder repariert werden.
Die Bilder entstanden beim Waldfest der Bürgervereinigung Unterschiltach im Jahre 2014

Bilder Leiterwagen im Aufbau

Bilder Leiterwagen in Fahrt

Brautwagen

Mit der Hochzeit zog früher die Braut zum Bräutigam. Sie brachte ihre Aussteuer in einem Hochzeitszug auf dem Brautwagen mit. Je wohlhabender die Brauteltern waren, desto größer und prächtiger viel der Brautwagen aus.

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Schwarzwälder Holzofenbrot

Hans-Jörg Bühler erklärt interessierten Besuchern, wie das Schwarzwälder Bauernbrot im Holzofen gebacken wird. Er backt in seinem eigenen Hofofen (www.buehlerferien.de) für Ferien- und Hausgäste oder wie hier auf den Bildern an jedem Heugausfest im Backhaus des Remsbachhofs.

Schon an der Größe des Backhauses des Remsbachhofes sieht man, dass der Hof zu den größten in Tennenbronn gehörte. Der 4 Meter lange Ofen muss einige Stunden zuvor schon eingeheizt werden. Der Brotteig wird abgewogen, damit alle Brote gleich schwer werden. Der Bäcker muss jedoch 10 Prozent mehr zugeben, um das schwindende Wasser auszugleichen. Hans-Jörg Bühler formt als gelernter Bäcker die Brote beidhändig. Diese werden dann in den Ofen "eingeschossen". Über 40 Brote finden im Holzofen des Remsbachhofes Platz. Guten Appetit!

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Holzbearbeitung im Schwarzwald

Der Wald und die Forstwirtschaft prägen die Landschaft im Schwarzwald. Die Holzverarbeitung ist im Schwarzwald Grundlage vieler Berufe und Arbeitstechniken.

- Holz rücken, entrinden, sägen, stapeln

Viele Arbeitsschritte müssen getan werden, bis das Holz zu einem Gebrauchsgegen verarbeitet werden kann.

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Die Flößer im Schwarzwald

In Tennenbronn gab es keine Flößer. Folgt man dem Fluß abwärts jedoch bis Schiltach, so gelangt man ab dort in ein Zentrum der Flößerei (Schiltach, Wolfach, Hausach).
In Tennenbronn wurden die Baumstämme früher allenfalls über Holzriesen (Rutschabhnartige Rinnen) zu Tale gebracht.

Die Flößer des Kinzigtales bei einer Schau-Floßfahrt im Jahre 2012 anläßlich des Schenkenzeller Dorffestes und der damit verbundenen "Kinzigtäler Flößerwoche".

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Hofbauern Holzriese in Reinerzau

Hofbauern Holzriese in Reinerzau

Bei Holzriesenfest in Reinerzau konnte man am 14.09.2014 das Holzriesen wie es früher im Schwarzwald durchgeführt worden ist, live erleben. Mit einer Holzriese wurden bis in die 50er Jahre Holz in unwegsamen steilen Hängen zu Tale gefördert. Eine Holzriese wurde meist in Wegen oder Hangmulden angelegt. Damit die Stämme besser gleiten und nicht an spitzen Steinen aufsplittern, wurden die Riesen teilweise mit Kurzholz ausgelegt. Auch die Wände mussten insbesondere talwärts befestigt werden. Häufig genutzte Riesen wurden hierbei sogar mit Sandsteinplatten verkleidet. Die Riesehirten, oft Kinder, mussten die Strecke bewässern und bei Beschädigungen ausbessern. Mit Kuhhornsignalen wurde die Strecke dann freigegeben. Oben am Riesplatz, wo das Holz gesammelt wurde, hatten die Holzknechte den Stamm bereits zurechtgerückt und in Richtung gebracht. Ein gewaltiges Erlebnis wenn der Stamm Fahrt aufnimmt und dann mit bis zu 60 km/h Stunde dumpf zu Tale donnert. Es war eine sehr gefährliche Arbeit. Der Stamm zerschlägt auf seiner Fahrt durch die Rinne die ausgelegten Kurzhölzer wie Streichhölzer und kann auch aus der Riese springen. Ihn dann wieder zu bergen ist mit sehr hohem Aufwand verbunden und meist ist der Stamm auch beschädigt. Nach gelungenem Einlass in den Riesmund gibt ein Ries-Johler der Freude ausdruckt das der Stamm glücklich zu Tal fährt: "Jetzt isch er los, de Boom". Das Holzriesenfest in Reinerzau ist einmalig und unbedingt empfehlenswert, zumal die Wolfacher Flößer noch mit einem Schaufloß auf der Kleinen Kinzig unterwegs waren. Immer am letzten Sonntag der Schulferien im Sommer findet eine Schauriese statt. www.reinerzau.de/riesfest.html

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